Angeregt durch unsere Praktikantin machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Pilzhof Wallhausen. Da wir mehrmals in der Woche an der Fabrikhalle vorbeifahren, kennen die Kinder bereits die großen Maschinen, die dampfenden Wolken und die manchmal etwas seltsamen Gerüche. Als unsere Praktikantin erzählte, dass ihr Papa Mario dort arbeitet, war die Neugier geweckt. Die Einladung zu einer Führung durch das Werk nahmen wir daher gerne an.
Vor Ort durften wir Papa Mario kennenlernen, der uns mit viel Fachwissen und großer Geduld die Abläufe im Pilzhof erklärte. Dabei gab es eine überraschende Erkenntnis: Eigentlich wachsen hier gar keine Pilze! Stattdessen wird ein spezielles Champignonsubstrat hergestellt, auf dem die Champignons später an einem anderen Ort wachsen.
Das Substrat besteht hauptsächlich aus Pferdemist, Hühnermist, etwas Gips, Torf, viel Wasser und weiteren natürlichen Rohstoffen. Hinzu kommt ein besonders schwieriges Wort: Champignonmyzel! Wir erfuhren außerdem, dass Champignons nur wenige Kalorien haben und gleichzeitig einen hohen Gesundheitswert besitzen.
Ganz ohne Pilze mussten wir den Pilzhof aber nicht verlassen. Wir durften sogar selbst Champignons ernten und konnten eine ordentlich große Portion mit nach Hause nehmen. Denn manchmal wachsen die Pilze schneller als geplant und dann gibt es eben doch Pilze direkt vor Ort.
Eine Kiste voller Champignonsubstrat steht inzwischen auch bei uns im Keller. Jetzt sind wir gespannt und hoffen auf eine reiche eigene Ernte!
Text/ Bilder: Kathrin Hartinger – Kinder- und Jugendhaus Kupferhütte, Sangerhausen des Albert-Schweitzer-Familienwerkes Sachsen-Anhalt e.V.




