Tatverdächtige gibt es viele: der Borkenkäfer, die Fichtenlaus, der Klimawandel, Umweltverschmutzung oder vielleicht sogar wir selbst. Wer letztlich für die Veränderungen verantwortlich ist, wird sich wohl nicht eindeutig klären lassen. Fest steht jedoch, dass unser Park in den vergangenen Jahren große Verluste in seinem Baumbestand hinnehmen musste.
Besonders schmerzlich war der Verlust unserer alten Buchen, die sogar als Naturdenkmäler ausgewiesen waren. Ein Blitzeinschlag und ein Pilzbefall machten ihre Fällung leider unumgänglich.
Umso mehr freuen wir uns, dass die Waisenhausstiftung im April die Pflanzung von vier neuen Bäumen beschlossen hat. Gemeinsam mit einer Baumschule wurden geeignete Baumarten ausgewählt, die nun unseren Park bereichern.
Doch einfach nur neue Bäume zu pflanzen, war uns nicht genug. Die Kinder unserer Partizipationsgruppe berieten sich mit ihren Gruppenmitgliedern und entschieden, dass jede Wohngruppe die Patenschaft für einen Baum übernimmt. Für jeden Baum wurde außerdem eine Informationstafel gestaltet, damit alle Besucher erfahren können, welcher Baum hier wächst und gepflegt wird.
Nun haben eine Linde, eine Eiche, eine Felsenbirne und ein Rotdorn ihren Platz in unserem Park gefunden.
Und nun heißt es: Wachst gut an, werdet groß und stark. Wir freuen uns darauf, euch viele Jahre beim Wachsen zu begleiten.
Text/ Bilder: Kathrin Hartinger – Kinder- und Jugendhaus Kupferhütte in Sangerhausen des Albert-Schweitzer-Familienwerk Sachsen-Anhalt e.V.


