…bei diesem Wort huscht ein Lächeln über die Gesichter unserer Kinder und jedes hat sogleich ein Bild vor Augen. Eines haben wir alle in unserer Unterschiedlichkeit gemeinsam…wir lieben die Ostsee. Ich sehe noch Lucas` Gesicht vor mir, als er das erste Mal die Ostsee sah. Es war ein stürmischer, wolkenverhangener Tag. Bevor wir sie sehen konnten, hörten wir sie schon von weitem. Wir näherten uns dem Hochuferweg von Sellin. Durch die blätterlosen Bäume, die die Steilküste säumten, sahen wir auf das tosende unter uns liegende Meer, die großen Wellen brachen sich auf den Strand. Es war gigantisch.

Auch die anderen Kinder staunten, aber Lucas war sprachlos und starrte mit großen Augen und offenem Mund auf das Schauspiel, was sich unter uns abspielte. Wow…war das einzige, was er sagen konnte. Später am Stand spielte er mit den Wellen. Nicht immer war er schneller und seine gesamte Montur hing später über der Heizung zum Trocknen. Wir bewohnten für fünf Nächte ein Comfort Haus (laut Beschreibung) in Dummertevitz, einem kleinen verträumten, idyllischem Ort im Hinterland von Rügen. In dem großzügigen Haus fühlten wir uns sofort wohl. Sogar ein Kaminofen war vorhanden, der natürlich jeden Abend angefeuert wurde.

In den nächsten Tagen lugten beim Wachwerden schon die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster. Wir hatten fünf Tage traumhaftes Wetter mit Sonne satt, Temperaturen um die Null Grad und kaum Wind. Besser geht es nicht!! Wir erkundeten das Mönchsgut. Auf allen Vieren ging es die Berge von Klein Zicker hoch, um sich auf der anderen Seite wieder runter kullern zu lassen. Am Steilufer sammelten die Kinder flache Steine, um sie, wenn sie es denn schafften, mehrmals über das Wasser titschen zu lassen. Jeremie war dabei unersättlich und freute sich jedesmal, wenn es mehr als viermal plätscherte. Mauern wurden mit Hilfe von angespültem Seegras am Ufer gebaut und die Freude war groß, wenn jemand einen Hühnergott fand. Immer wieder gab es was Neues zu entdecken, zu bauen oder einfach nur das Gesicht in die Sonne zu halten und dies zu genießen.

An einem anderen Tag liefen wir am Strand von Lobbe zum Südperd nach Thissow, erklommen den Lotsenturm und hatten von dort oben einen grandiosen Rundumblick auf die Ostsee und die kleinen Orte ringsum. Immerhin zeigte uns das Handy an, dass es eine Wanderung von acht Kilometern Länge war. Wir staunten nicht schlecht. Noch dazu, da die Kinder schon eine Stunde auf Schlittschuhen auf der Eisbahn in Sellin hinter sich hatten. Direkt an der Straße gelegen, wurde er von den Kindern gleich am Anreisetag gesichtet:…der Karls Erdbeerhof. So kamen auch wir nicht daran vorbei. Wir probierten verschiedene leckere Marmeladensorten und die Kinder verausgabten sich im Tobeland. Gestärkt wurde sich danach in Binz bei Peter Pane, einem Burgerrestaurant in der Nähe der Seebrücke. Auch hier waren wir uns schnell einig. Das waren die leckersten Burger und Pommes, die wir je gegessen haben.

Viel zu schnell vergingen unsere Tage an der Ostsee. Da die Kosten für dieses Haus im Winter für uns erschwinglich sind, werden wir sicher noch einmal dort hinfahren, denn es gibt noch so viel Schönes auf Rügen zu entdecken. Die Burger müssen unbedingt noch einmal probiert werden und das Tobeland und Schlittschuhlaufen stehen dann sicher auch wieder auf dem Plan. Nur einen innigen Wunsch konnten wir den Kindern nicht gewähren. Sie wären zu gern mal in der Ostsee baden gegangen.