…bei diesem Wort huscht ein Lächeln über die Gesichter unserer Kinder und jedes hat sogleich ein Bild vor Augen. Eines haben wir alle in unserer Unterschiedlichkeit gemeinsam…wir lieben die Ostsee. Ich sehe noch Lucas` Gesicht vor mir, als er das erste Mal die Ostsee sah. Es war ein stürmischer, wolkenverhangener Tag. Bevor wir sie sehen konnten, hörten wir sie schon von weitem. Wir näherten uns dem Hochuferweg von Sellin. Durch die blätterlosen Bäume, die die Steilküste säumten, sahen wir auf das tosende unter uns liegende Meer, die großen Wellen brachen sich auf den Strand. Es war gigantisch.

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Mit diesen Fragen beschäftigen sich gerade die Kinder der Kinderdorffamilie Meininger. Antworten haben sie bereits gefunden, zumindest in der Theorie. Zum Start unseres „Projekt: Veggie“ lasen wir gemeinsam das Kinderbuch „Warum wir keine Tiere essen“ (Geschrieben von Ruby Roth) und sprachen über die vielfältigen Gründe des Vegetarismus. Begeistert von so vielen tollen fleischfreien Gerichten durchstöberten die Kinder Kochbücher zum Thema.

Schnippeln und vegetarisch essen

Ausgestattet mit Sparschäler, Gemüsemesser und Co. wurden fleißig Kartoffeln und Gemüse geschnippelt, um ein leckeres veganes „Kartoffelgulasch“ zu kochen. Ulkiger Name, ist doch gar kein Gulasch im Gulasch, finden die Kinder - geschmeckt hat es allen! So wollen wir weiterhin - an zwei Tagen in der Woche - alle gemeinsam in der Küche fleischfreie Gerichte austüfteln, nebenbei ein paar Tiere retten und vor allem GESUND essen.

Mal sehen, wie es nach den Projektwochen weitergeht.

Im Januar fuhren einige Kinder unseres Wohnbereichs zur Motoradmesse nach Magdeburg. Fahrzeughersteller stellten ihre Zweiräder und Quads aus. Unter dem Motto „Nur gucken, nichts anfassen“ ging es durch die Reihen der blitzenden Maschinen. Die Kinder waren begeistert. Der Höhepunkt waren natürlich die Stuntshows. Die Jüngsten drehten so richtig auf und ließen die Motoren ihrer Crossmaschinen aufheulen. Selbst einen Sprung durch einen Feuerbogen gab es zu sehen. Die Großen zeigten ihre Sprungshow über eine Weite von 23 Meter! Hier gilt höchste Konzentration. Zur Messe war auch Tom Hacker, ein junger Stuntrider aus Hamburg angereist und zeigte sein Können. Anschließend wurden natürlich Fotos mit den Cross- und Stuntridern für das Fotoalbum gemacht.

So ein Umzug ist ganz schön anstrengend. Doch mit den richtigen Mitbewohnern und Erziehern, die uns so viel abgenommen haben, und Menschen, die uns finanziell unterstützten, ist alles viel, viel einfacher. Aus diesem Grunde möchten wir uns ganz herzlich bei der ÖSA und Herrn Rüger für den tollen Fernseher bedanken, der bei uns in der oberen Etage seinen Platz gefunden hat. Jetzt haben wir die Möglichkeit in unseren neuen Räumlichkeiten, in entspannter Runde das abendliche Kindeprogramm zu genießen. Wir sagen ganz herzlich Danke Herr Rüger!

Nach Fertigstellung: Neubau des Geschwister-Scholl-Heims in Zerbst eröffnet. Es ist geschafft. Nach 18-monatigen Bauarbeiten wurde der zum Geschwister-Scholl-Heim in Zerbst gehörende Neubau offiziell eröffnet. Viele Gäste freuten sich an diesem Tag gemeinsam mit unseren Kindern und Mitarbeitern. Die Kinder führten gemeinsam mit ihren Erzieherinnen die Besucher durch das Haus, erklärten die Tagesabläufe und zeigten stolz ihre Zimmer.

Das lichtdurchflutete Haus mit offener Küche und sich anschließendem Essbereich verfügt über offene Sitzbereiche in jeder Etage, ein Fernsehzimmer, einen Therapieraum sowie über weitere Räume auch für die Mitarbeiter. Mit dieser modernen Einrichtung konnten wir für 9 Kinder im Alter zwischen acht und dreizehn Jahren ein zeitgemäßes Zuhause schaffen.

Herzlichen Dank allen Spendern und Förderern!

Geschwister-Scholl-Heim, Neubau