Im Supermarkt liegt Gemüse und Obst verpackt in Folie. Wie man es anbaut, pflegt und erntet, wissen wohl heutzutage die wenigsten Kinder.

In diesem Frühjahr gestalteten wir unseren Naschgarten neu.

Nachdem wir die Beete angeordnet und mit Erde gefüllt hatten, brachten die Kinder die ersten Samen in die Erde; Möhren, Rote Beete und Radieschen. Beim Gärtner kauften wir junge Pflanzen, wie Salat, Blumen- und Rosenkohl, Sellerie, Zucchini und Tomaten. Schoten und Bohnen wurden in die Erde gesteckt.

Und dann hieß es warten und pflegen.

Als sich das erste Grün durch die Erde bohrte, freuten sich die Kinder sehr. Fast täglich verfolgten sie nun das Wachsen der Pflanzen und konnten es kaum abwarten, das erste Radieschen zu kosten. Dem Radieschen folgten bald die Möhren, Tomaten, Bohnen und Zucchini.

Erdbeer- und Stachelbeertorte, Bohnensuppe, Schüttelgurken und Zucchinisuppe sind nur ein paar Gerichte, die wir mit der Ernte aus unserem Naschgarten selbst zubereiteten.

Während der Rosenkohl und der Sellerie noch auf ihre Ernte warten, machen die Kinder schon Pläne, was sie im nächsten Frühjahr anbauen möchten.

Unter dem Motto “Schisser erleben nichts“, planten die Erwachsenen, Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfes schon für den Sommer 2020 eine Alpenüberquerung. Aber wie so manch anderem auch, machte Corona auch uns einen fetten Strich durch die Planung. Da niemand vorhersagen konnte, wie es im Sommer 2021 um die Pandemie bestellt ist planten wir um und einigten uns auf eine Wanderwoche im Bayrischen Wald. Alle waren gespannt, denn die meisten Kinder waren in ihrem Leben vorher noch nicht in Bayern.

Bei der Anreise kamen ziemlich heftige Regenschauer vom Himmel, aber dies störte uns ja nicht, wir saßen im Trockenen. Als wir am Zeltplatz ankamen, sahen wir, dass es auch hier schon kräftig geregnet hatte, denn die Zelte einer Gruppe standen tatsächlich im Wasser und es regnete fröhlich weiter.

Aus dem Motto: „Schisser erleben nichts“ wurde in den nächsten Tagen „Bei schönem Wetter kann das jeder“.

Wir ließen uns nicht entmutigen, schließlich gehörte zu unserem Equipment auch ordentliche Regenbekleidung, die wir tatsächlich täglich mehrmals ein- und wieder auspackten.

Wandertour1

Wir erlebten auf unseren Touren viele schöne Begebenheiten, wir überquerten einen Wasserfall, stiegen auf den Großen Arber und den Lusen, sahen ein riesiges intaktes Wasserrad aus Holz, tranken in einer Schutzhütte eine heiße Schokolade, beteiligten uns an einem Naturquiz ….und und und. Um alles aufzählen zu können, das würde der Platz hier nicht hergeben. Aber eines steht fest, wir werden uns noch lange an diese so dermaßen verregnete, kalte und doch so schöne Woche erinnern. Von den 19 Kindern im Alter von 4-13 Jahren und den 8 Erwachsenen ist keiner krank gewesen bzw. geworden. Was für ein Erlebnis!

Wandertour2

Die Idee kam aus der Pflegeeinrichtung „Valenta“. Schnell waren sich Frau Bauer - Leiterin Benjamin Blümchen und Frau Hennig - Assistentin der Geschäftsleitung Valenta einig. „Es geht darum, mit den Senioren gemeinsam Zeit zu verbringen“, sagt Silke Bauer. Und das soll fortan jeden Freitag geschehen. Für eine Stunde werden, stets unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln, zwischen sechs und acht Kinder in die Residenz kommen, um mit einigen der Bewohner etwas zu unternehmen. Das erste Aufeinandertreffen zum Projektauftakt war ein Vergnügen für alle Beteiligten. Es wurde gemeinsam gesungen, rhythmisch mitgeklatscht oder mitgestampft. Zukünftig soll auch zusammen gebacken und gebastelt werden. Auch auf Spaziergänge und andere Aktivitäten freuen sich Jung und Alt. Zur Verabschiedung des ersten Treffens gab es 50 tolle Stoffbeutel von der Residenz geschenkt. Sie sollen für die Kita-Bibliothek, die im Oktober eröffnet, eingesetzt werden. Wir sagen herzlichen Dank!

Die Gruppe 2 des Kinder- und Jugendhauses Lüttgenziatz eröffnete Anfang August die Paddelsaison. Wir erkundeten den Niegripper See und den alten Elbe-Havel-Kanal. Neben der sportlichen Betätigung gab es auch viel zu entdecken. Die Begeisterung war groß über zwei wunderschöne Libellen.

Die Ferien beginnen und wir steigen wie alle Jahre wieder ins Kanu. Endlich stand unsere Kanutour 2021 vor der Tür. Sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die Erzieher haben dieser Ferienfahrt entgegengefiebert. Dank vieler Freunde, Förderer und Sponsoren ist es uns schon seit mehreren Jahren möglich gemeinsam mit unseren Bewohnern einen einwöchigen Aktivurlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte zu verbringen. Zudem müssen wir auch unseren Erziehern danken. Durch ihre Bereitschaft einen Kanuschein, den Rettungsschwimmer und Erste-Hilfe-Schein für Wasserrettung zu erwerben, konnten wir diesen Urlaub überhaupt erst ermöglichen.

Auch dieses Jahr hatten wir – trotz wechselhaften Wetters – viel Spaß. Wir genossen vor allem die großartige Natur. Besonders die nahezu unberührte Schwanenhavel hat es uns dabei angetan. Nun freuen wir uns auf die Kanutour 2022 und hoffen, dass diese wieder so ein Erfolg wird wie dieses Jahr.

Fußball spielen für den guten Zweck – Auf diese Idee kam der SV Anhalt Sangerhausen e.V. und setzte diese mit dem Benefizturnier am 24.07.2021 auch kurzerhand in die Tat um. Insgesamt kamen an diesem Tag 555 Euro zusammen. Diese Summe sparen wir nun für unsere nächste Kanutour im Jahr 2022. Zudem übergaben die Spieler unseren Kindern und Jugendlichen den Pokal des Turniers. Dieser hat nun einen schönen Platz in der Wohnstube unserer Heimgruppe gefunden. Nun wollen wir uns für das Engagement aller teilnehmenden Mannschaften und Spender bedanken, die uns so herzlich unterstützen.

Vielen Dank!